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VDSI.westfalen_vernetzt: Zwischen Bürokratieabbau und erfolgreicher Unternehmensübernahme

Bei der jüngsten Ausgabe von VDSI.westfalen_vernetzt kamen Fach- und Führungskräfte aus dem Dienstleistungsbereich zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz auszutauschen. Im Fokus: der Ruf nach Bürokratieabbau und praxisnahe Einblicke in gelungene Unternehmensübernahmen.

Am 31. März 2025 fand im Cuno Forum in Herdecke eine weitere Veranstaltung der Reihe VDSI.westfalen_vernetzt statt. Eingeladen waren Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Führungskräfte aus dem Dienstleistungsbereich, um gemeinsam über aktuelle Entwicklungen und konkrete Handlungsspielräume im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu diskutieren.

Andreas Kohaupt, Regionalleiter der VDSI-Region Westfalen, eröffnete den Abend mit einem Impulsvortrag zum Thema Bürokratieabbau im Arbeitsschutz. Statt abstrakter Prozesse rückte er ganz bewusst die Frage in den Mittelpunkt, wo bestehende Vorschriften und gesetzliche Anforderungen konkret vereinfacht oder praxistauglicher gestaltet werden könnten.

Mit pointierten Beispielen aus dem betrieblichen Alltag regte er die Teilnehmenden dazu an, gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen und sich auf neue Perspektiven einzulassen. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie stark das Thema bewegt: Kreative Ideen und mutige Vorschläge trafen auf berechtigte Einwände und fundierte Mahnungen. Der Dialog machte spürbar, dass Bürokratieabbau im Arbeitsschutz nicht nur ein aktuelles, sondern auch ein emotional aufgeladenes Thema ist – und dass differenzierte, praxistaugliche Lösungen dringend gebraucht werden.

Im Anschluss gab Sascha Weißgerber, Geschäftsführer der ADUG GmbH, einen praxisnahen Einblick in eine Unternehmensübernahme in der Dienstleistungsbranche, die vor rund zwei Jahren gemeinsam mit einem großen Energieversorger als Muttergesellschaft erfolgreich umgesetzt wurde. Offen und authentisch schilderte er die strategischen Überlegungen, Herausforderungen in der Integrationsphase und die Faktoren, die am Ende zum Erfolg führten. Sein Erfahrungsbericht bot den Teilnehmenden wertvolle Anregungen für eigene Veränderungsprozesse und zeigte, wie unternehmerischer Wandel im Arbeitsschutz aktiv begleitet und gestaltet werden kann.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht und geprägt von offenem Austausch, fachlicher Tiefe und einer angenehmen Netzwerkatmosphäre. Sie bot erneut einen Raum, in dem sich Fachleute auf Augenhöhe begegnen, neue Impulse mitnehmen – und gemeinsam Zukunftsthemen im Arbeitsschutz weiterdenken.